Kondom versus Femidom – Was ist besser?

 

Beim Thema Verhütung denken die meisten sofort an das klassische Kondom. Das kennt fast jeder, es ist leicht erhältlich und gehört für viele ganz selbstverständlich dazu. Deutlich seltener fällt dagegen der Begriff Femidom. Manche haben ihn schon einmal gehört, andere wissen gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt. Dabei verfolgen beide Produkte das gleiche Ziel: Sie sollen beim Sex vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen und gleichzeitig das Risiko einer Übertragung vieler sexuell übertragbarer Infektionen verringern. Trotzdem unterscheiden sie sich in einigen Punkten deutlich.

 

Was ist ein Kondom?

 

Das Kondom ist wahrscheinlich das bekannteste Verhütungsmittel überhaupt. Es wird vor dem Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis gezogen und bildet eine Barriere, die den Austausch von Körperflüssigkeiten verhindert. Gerade weil es einfach anzuwenden und fast überall erhältlich ist, gehört es für viele Menschen zur ersten Wahl. Ein weiterer Vorteil ist, dass Kondome in vielen verschiedenen Größen, Materialien und Ausführungen erhältlich sind. Dadurch findet man meistens ein Modell, das gut passt.

 

Was ist ein Femidom?

 

Das Femidom wird häufig auch Frauenkondom genannt. Im Gegensatz zum klassischen Kondom wird es vor dem Sex in die Vagina eingesetzt. Dort bildet es ebenfalls eine schützende Barriere. Der große Unterschied besteht darin, dass die Frau selbst entscheidet, ob und wann das Femidom verwendet wird. Viele empfinden genau das als Vorteil, weil sie dadurch unabhängiger sind und den Schutz nicht ausschließlich vom Partner abhängt.

 

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Welche Vorteile hat das Kondom?

 

Der größte Pluspunkt ist sicherlich die einfache Verfügbarkeit. Kondome gibt es in Drogerien, Apotheken, Supermärkten und sogar an vielen Automaten. Außerdem kennen die meisten Menschen die Anwendung bereits, wodurch im entscheidenden Moment oft weniger Unsicherheit entsteht. Hinzu kommt, dass Kondome vergleichsweise günstig sind und eine große Auswahl an Größen und Varianten bieten.

 

Welche Vorteile bietet ein Femidom?

 

Das Femidom hat ebenfalls einige interessante Vorteile. Es kann bereits vor dem eigentlichen Sex eingesetzt werden, sodass man sich später nicht mehr darum kümmern muss. Manche Paare empfinden das als entspannter und weniger unterbrechend. Außerdem kann ein Femidom eine gute Alternative sein, wenn jemand Latex nicht verträgt oder ein klassisches Kondom als unangenehm empfindet. Nicht zuletzt gibt es Frauen das Gefühl, selbst mehr Kontrolle über den Schutz zu haben.

 

Gibt es auch Nachteile?

 

Ja, beide Varianten haben ihre Besonderheiten. Viele Menschen kennen das Kondom bereits, während das Femidom für viele noch ungewohnt ist. Gerade beim ersten Mal braucht es manchmal etwas Übung, bis das Einsetzen problemlos klappt. Auf der anderen Seite berichten manche Männer, dass sie Kondome als störend empfinden oder das Gefühl dadurch etwas anders wahrnehmen. Welche Variante angenehmer ist, hängt deshalb oft von den persönlichen Vorlieben ab.

 

Was fühlt sich besser an?

 

Ob ein Kondom oder ein Femidom als gefühlsechter empfunden wird, hängt stark von der persönlichen Perspektive ab, da Männer und Frauen hier oft unterschiedliche Erfahrungen machen. Viele Männer bevorzugen das Femidom, da es den Penis nicht eng umschließt und das hauchdünne Material die Körperwärme der Partnerin besonders gut leitet, während das klassische Kondom oft als einengend und gefühlsreduzierend beschrieben wird.

 

Frauen hingegen empfinden das herkömmliche Kondom meist als intensiver, weil es eng anliegt und die Reibung direkter überträgt. Das locker in der Vagina sitzende Femidom bietet zwar durch seine Ringe zusätzliche Stimulation für Muttermund und Klitoris, wird von einigen Frauen jedoch wegen gelegentlicher Raschelgeräusche als gewöhnungsbedürftig empfunden. Letztlich bietet das Femidom dem Mann oft mehr Freiheit, während das Kondom der Frau ein direkteres Gefühl vermittelt.

 

Was schützt besser?

 

Sowohl Kondome als auch Femidome können bei richtiger Anwendung zuverlässig vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen und das Risiko vieler sexuell übertragbarer Infektionen deutlich verringern. Entscheidend ist dabei weniger die Frage, welches Produkt grundsätzlich besser ist. Viel wichtiger ist, dass es korrekt angewendet wird und während des gesamten Geschlechtsverkehrs verwendet wird. Ein schlecht verwendetes Kondom schützt nicht besser als ein korrekt eingesetztes Femidom und umgekehrt.

 

Für wen eignet sich welches Produkt?

 

Viele Paare bleiben beim klassischen Kondom, weil sie damit vertraut sind und die Anwendung unkompliziert finden. Ein Femidom kann dagegen interessant sein, wenn Frauen den Schutz selbst in die Hand nehmen möchten oder wenn Kondome aus bestimmten Gründen nicht infrage kommen. Es gibt also keine Lösung, die automatisch für alle Menschen die beste ist.

 

Was du daraus mitnehmen kannst

 

Kondom und Femidom verfolgen dasselbe Ziel, unterscheiden sich aber in der Anwendung und im Umgang damit. Während das Kondom bis heute die bekannteste und am häufigsten genutzte Variante ist, bietet das Femidom eine interessante Alternative für Menschen, die sich mehr Flexibilität oder Eigenständigkeit beim Schutz wünschen. Letztlich ist nicht entscheidend, welches Produkt moderner oder bekannter ist. Denn wichtiger ist, dass beide Partner sich damit wohlfühlen und den Schutz konsequent anwenden.

 

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