Was bedeutet Aktiv und Passiv beim Sex?

 

Hat man ein Interesse an Sextreffen und ist auf der Suche nach Gleichgesinnten, stößt man früher oder später auf die Begriffe „aktiv“ und „passiv“. Gerade in Kontaktanzeigen, Chats oder Profilbeschreibungen tauchen diese Bezeichnungen häufig auf. Viele wissen ungefähr, was gemeint ist. Andere sind unsicher und fragen sich, ob dahinter mehr steckt als nur eine einfache Beschreibung.
Die gute Nachricht: Die Begriffe sind grundsätzlich recht einfach zu verstehen.

 

Warum die Begriffe überhaupt verwendet werden

 

Wenn Menschen sich kennenlernen, möchten sie oft möglichst schnell herausfinden, ob ihre Vorstellungen zusammenpassen. Deshalb werden in vielen Profilen bestimmte Vorlieben oder Rollen beschrieben. Die Begriffe aktiv und passiv helfen dabei, die eigenen Erwartungen oder Interessen kurz zusammenzufassen. Gerade online spart das oft viele Nachfragen und Missverständnisse.

 

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Was bedeutet aktiv?

 

Mit „aktiv“ ist meist gemeint, dass jemand bei sexuellen Begegnungen eher die führende oder initiierende Rolle bevorzugt. Die genaue Bedeutung kann je nach Person unterschiedlich sein. Manche verwenden den Begriff sehr allgemein, andere beziehen ihn auf bestimmte sexuelle Vorlieben oder Situationen. Deshalb sollte man nie automatisch davon ausgehen, dass jeder unter „aktiv“ exakt das Gleiche versteht.

 

Was bedeutet passiv?

 

„Passiv“ beschreibt in der Regel die gegenteilige Rolle. Menschen, die sich als passiv bezeichnen, bevorzugen häufig eine eher empfangende oder weniger führende Position. Auch hier gilt: Die persönliche Bedeutung kann unterschiedlich sein. Manche nutzen den Begriff sehr konkret, andere eher als grobe Orientierung. Genau deshalb lohnt es sich immer, offen miteinander zu sprechen, statt sich ausschließlich auf einzelne Begriffe zu verlassen.

 

Warum die Begriffe besonders häufig im Gay-Bereich auftauchen

 

Gerade bei schwulen Männern werden aktiv und passiv oft deutlich häufiger verwendet als in anderen Bereichen. Dort dienen die Begriffe häufig dazu, sexuelle Rollen oder Vorlieben zu beschreiben und gehören für viele ganz selbstverständlich zur Kommunikation dazu. Wer sich neu mit dem Thema beschäftigt, begegnet diesen Bezeichnungen deshalb relativ schnell.

 

Es gibt nicht nur aktiv oder passiv

 

Ein Punkt, den viele am Anfang gar nicht wissen. Zwischen den beiden Begriffen gibt es noch weitere Bezeichnungen. Besonders häufig hört man zum Beispiel „versatil“ oder einfach „switch“. Damit ist gemeint, dass jemand sich nicht auf eine feste Rolle festlegt und sich beide Varianten vorstellen kann. Viele Menschen empfinden genau diese Flexibilität als angenehm.

 

Warum man sich nicht zu sehr auf Begriffe versteifen sollte

 

Online entsteht manchmal der Eindruck, dass alles ganz genau definiert sein muss. In der Realität sind Menschen aber oft deutlich vielseitiger. Nur weil jemand sich in einem Profil als aktiv oder passiv bezeichnet, bedeutet das nicht automatisch, dass jede Situation später genauso abläuft. Deshalb sind solche Angaben eher als Orientierung zu verstehen und nicht als feste Regeln.

 

Was du daraus mitnehmen kannst

 

Die Begriffe aktiv und passiv dienen vor allem dazu, bestimmte Vorlieben oder Rollen beim Sex kurz zu beschreiben. Gerade in Kontaktanzeigen oder Dating-Profilen helfen sie dabei, Missverständnisse zu vermeiden und schneller herauszufinden, ob ähnliche Vorstellungen vorhanden sind. Trotzdem ersetzen solche Begriffe niemals ein offenes Gespräch. Denn wie so oft gilt auch hier: Menschen sind meistens etwas komplizierter als eine einzige Bezeichnung.

 

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