Sexstellungen – Was man so alles machen kann

 

Wenn man über Sexstellungen nachdenkt, um mal etwas neues zu probieren, merkt man schnell, dass es deutlich mehr Möglichkeiten gibt als nur die klassischen Standardstellungen. Manche Varianten sind eher romantisch und ruhig, andere spontaner oder intensiver. Dabei geht es meistens gar nicht darum, möglichst komplizierte Dinge auszuprobieren. Viel wichtiger ist, dass beide sich wohlfühlen und gemeinsam herausfinden, was angenehm ist und zur Stimmung passt.

 

Die Klassiker (Häufige Favoriten)

 

Missionarsstellung

 

Die empfangende Person liegt flach auf dem Rücken, während der Partner sich darüber positioniert. Diese Stellung gilt als der absolute Klassiker, weil sie ein Maximum an emotionaler Nähe erlaubt. Ihr könnt euch tief in die Augen schauen, euch küssen und die freien Hände nutzen, um den gesamten Körper des anderen zu streicheln.

 

Doggystyle

 

Eine Person kniet auf allen vieren auf dem Bett oder dem Boden, während der andere Partner von hinten eindringt. Da das Becken hierbei frei beweglich ist, ermöglicht diese Position eine sehr tiefe und intensive Penetration. Zudem hat der eindringende Partner die Hände frei, um die Hüften, den Po oder die Klitoris zu stimulieren.

 

Löffelchen

 

Beide Partner liegen auf der Seite und blicken in dieselbe Richtung, sodass sich der Oberkörper des hinteren Partners an den Rücken des vorderen anschmiegt. Weil diese Position extrem wenig körperliche Anstrengung erfordert, eignet sie sich perfekt für langsamen, gemütlichen Sex am Morgen oder zum Einschlafen. Sie fühlt sich sehr beschützend und intim an.

 

Reiterstellung

 

Die empfangende Person sitzt oder kniet über dem liegenden Partner und führt das Glied selbst ein. Diese Position ist besonders beliebt, weil die Person oben die absolute Kontrolle über den Winkel, die Tiefe und das Tempo der Stöße hat. Gleichzeitig kann sie ihren Oberkörper nach vorne lehnen oder aufrecht bleiben, um die Intensität zu variieren.

 

Variationen für mehr Intensität

 

Umgekehrte Reiterstellung (Reverse Cowgirl)

 

Im Gegensatz zur normalen Reiterstellung sitzt die Person oben hierbei mit dem Rücken zum Gesicht des Partners. Das sorgt für ein völlig neues visuelles Erlebnis und verändert den Reibungswinkel im Inneren spürbar. Der liegende Partner hat dabei einen freien Blick auf den Rücken und den Po des anderen.

 

Stellung 77

 

Beide Partner liegen wie bei der Löffelchenstellung auf der Seite, drehen sich jedoch leicht ein, sodass die Beine wie eine Schere ineinandergreifen. Durch das Überkreuzen der Beine verengt sich der Eingang spürbar, was für beide Personen ein engeres und intensiveres Gefühl erzeugt. Es bleibt dennoch eine sehr entspannte Position.

 

Die Brücke

 

Die liegende Person hebt ihr Becken weit nach oben und stützt sich dabei entweder auf den Füßen oder zusätzlich auf den Unterarmen ab. Durch diese starke Anhebung verändert sich der Winkel der Penetration drastisch, was oft zu einer intensiveren Stimulation der G-Zone führt. Um die Position bequemer zu machen, kann man ein Kissen unter das Gesäß legen.

 

Der Klappstuhl

 

Die empfangende Person liegt auf dem Rücken und zieht ihre Knie weit nach oben in Richtung der eigenen Brust oder legt die Beine auf die Schultern des Partners. Diese extreme Beugung verkürzt den Kanal und sorgt für eine der tiefsten Penetrationsmöglichkeiten überhaupt. Sie erfordert jedoch ein gewisses Maß an Beweglichkeit.

 

Stellungen für tiefe Gefühle & Romantik

 

Lotus-Sitz

 

Der Partner sitzt im Schneidersitz auf dem Bett, und die Partnerin setzt sich von vorne direkt auf seinen Schoß, wobei sie ihre Beine um seine Hüfte schlingt. Da sich die Körper in dieser Position maximal nah sind, gibt es kaum Raum für wilde Stöße. Stattdessen bewegt man sich durch sanftes Wiegen des Beckens, was die emotionale Bindung stärkt.

 

Konradstellung

 

Diese Position ähnelt der Missionarsstellung, jedoch schiebt der obere Partner seinen Körper etwas weiter nach oben, sodass die Beine beider Partner komplett miteinander verwoben sind. Durch diesen engen Haut-zu-Haut-Kontakt entsteht eine sehr ruhige und zärtliche Dynamik. Sie ist ideal, um sich ganz ohne Hektik treiben zu lassen.

 

Die Wiege

 

Der Partner sitzt aufrecht auf dem Bett und streckt seine Beine flach aus, während die Partnerin sich auf seinen Schoß setzt und sich fest an ihn klammert. Sie hält sich an seinem Nacken oder seinen Schultern fest, während er sie wie ein Baby im Arm wiegt. Die Bewegungen sind hier sehr subtil, langsam und gefühlvoll.

 

Die Schmelzende

 

Eine sehr sanfte Abwandlung der Missionarsstellung, bei der beide Partner ihre Beine flach und geschlossen halten. Der obere Partner legt sein gesamtes Gewicht vorsichtig auf den anderen ab, sodass sich die Körper flach berühren. Die Enge dieser Stellung sorgt für ein intensives Reibungsgefühl bei minimaler Bewegung.

 

Stellungen im Sitzen & Stehen

 

Die Amazone

 

Der Partner sitzt stabil auf einem Stuhl, einem Sessel oder der Bettkante, während die Partnerin sich mit dem Gesicht zu ihm auf seinen Schoß setzt. Diese Position entlastet die Knie der Partnerin im Vergleich zur klassischen Reiterstellung vollständig. Sie kann sich mit den Füßen auf dem Boden oder dem Stuhl abstützen, um das Tempo zu bestimmen.

 

Der Stehende

 

Beide Partner stehen sich von Angesicht zu Angesicht gegenüber, wobei die empfangende Person ein Bein anhebt und es um die Hüfte des Partners schlingt. Um diese Stellung stabil zu halten, sollte sich die stehende Person am besten an einer Wand abstützen oder den Partner fest umarmen. Sie bringt eine spontane und aufregende Dynamik ins Liebesspiel.

 

Der Aufzug

 

Die empfangende Person setzt sich auf eine erhöhte Oberfläche wie eine stabile Kommode, einen Küchentisch oder die Waschmaschine, während der Partner davor steht. Da sich beide Genitalien dadurch automatisch auf fast derselben Höhe befinden, ist die Penetration sehr einfach und komfortabel. Es erfordert kaum Kraft und schont den Rücken.

 

Die Wand-Stellung

 

Die empfangende Person lehnt sich mit dem Oberkörper oder dem Rücken fest gegen eine Wand, während der Partner von vorne oder von hinten an sie herantritt. Die Wand dient hierbei als stabile Stütze, die es ermöglicht, das Becken weit entgegenzustrecken. Diese Position wird oft als sehr dominant und leidenschaftlich empfunden.

 

Außergewöhnliche & Orale Stellungen

 

69 (Neunundsechzig)

 

Beide Partner liegen parallel, aber in entgegengesetzter Richtung zueinander, sodass das Gesicht des einen auf der Höhe des Genitalbereichs des anderen liegt. Auf diese Weise können sich beide Personen absolut gleichzeitig oral verwöhnen.

 

Die Schere

 

Beide Partner liegen auf der Seite, zeigen jedoch mit den Köpfen in entgegengesetzte Richtungen, sodass sich ihre Hüften in der Mitte treffen. Ihre Beine werden dabei so miteinander verkreuzt, dass sie an eine geöffnete Schere erinnern. Diese Stellung erlaubt einen sehr flachen, ungewöhnlichen Winkel und fühlt sich sehr spielerisch an.

 

Die Schildkröte

 

Die empfangende Person hockt sich tief auf die Knie und beugt den Oberkörper weit nach vorne, fast wie in der Kindshaltung beim Yoga. Der Partner kniet sich eng dahinter und dringt von hinten ein, während er sich flach über ihren Rücken legt. Diese Position schützt den Intimbereich nach außen hin und wirkt dadurch sehr geborgen.

 

Die Spinne

 

Beide Partner setzen sich mit dem Gesicht zueinander auf den Boden, stützen ihr Körpergewicht jedoch auf ihren Händen und Füßen nach hinten ab, sodass das Gesäß in der Luft schwebt. Durch das Vor- und Zurückschieben des Beckens entsteht die Bewegung. Diese Stellung ist extrem sportlich, trainiert die Muskeln und sorgt für viel Spaß im Bett.

 

Warum Kommunikation wichtiger ist als perfekte Technik

 

Viele konzentrieren sich beim Thema Sexstellungen viel zu stark auf irgendwelche „perfekten“ Varianten oder darauf, möglichst erfahren zu wirken. In Wirklichkeit entsteht guter Sex meistens dadurch, dass beide entspannt miteinander umgehen und sagen können, was sich gut anfühlt und was eher nicht passt. Je lockerer man damit umgeht, desto natürlicher entwickelt sich vieles.

 

Was du daraus mitnehmen kannst

 

Es gibt keine perfekte Sexstellung, die automatisch für jeden am besten funktioniert. Manche mögen ruhige und intime Varianten, andere eher spontane oder experimentellere Dinge. Am Ende geht es viel mehr darum, gemeinsam herauszufinden, was sich gut anfühlt und zur jeweiligen Stimmung passt.

 

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